KLJB Tröbes
  Hintergrund der KLJB
 

Geschichte und Hintergrund der 
KLJB Bayern
 
 
 
Das Logo der KLJB Bayern:
 
Das Logo der KLJB mit den beiden Symbolen Kreuz und Pflug findet man zum ersten Mal auf der Titelseite der dritten Nummer der „Werkbriefe für die Landjugend“ vom November 1947. Hier steht Dr. Emmeran Scharl, der Begründer der Katholischen Landjugendbewegung, Pate. Von ihm stammt die Idee, die Katholische Landjugend mit Kreuz und Pflug in Verbindung zu bringen. Das Kreuz symbolisiert den Glauben, mit dem Scharl, gemeinsam mit Jugendlichen, das Leben auf dem Dorf gestalten will.
Der Pflug wiederum steht nicht für den ländlichen Lebensraum, den Ackerboden und die Landwirtschaft.
Vielmehr ist es das Bild des Pflügens, das Emmeran Scharl fasziniert. Er möchte die Jugend, deren Lebenseinstellung und somit das gesamte Leben auf dem Land umackern.
Das Logo wurde im Laufe der Geschichte mehrmals im Design geändert, zuletzt 2006, als es bundesweit vereinheitlicht wurde.
 
Der Patron der KLJB Bayern:
 
Am 20. November 1951 macht eine Pilgergruppe um Emmeran Scharl auf der Rückreise einer Romfahrt in Sachseln in der Schweiz Halt. Hier wird Klaus von der Flüe als Patron der KLJB ausgerufen.
 
Bruder Klaus ist ein besonderer, oft auch unbequemer und nicht immer leicht zu verstehender Heiliger. Beruflich schlägt er die Laufbahn des Ratsherren und Richters ein. 1447 heiratet er Dorothea Wyss.
Aufgrund untragbarer politischer Zustände und Ungerechtigkeiten legt Klaus von der Flüe 1466 alle politischen Ämter nieder. Ein Jahr später verlässt er seine Frau und seine Kinder, um in Ranft in Flüeli ein Leben als Einsiedler zu beginnen. Dort wird er vielen ein großer Vermittler und Ratgeber. Berühmt wird er als Versöhner der Schweizer Eidgenossen und als Friedensstifter. Sein Wirken ist geprägt von der Verbindung von Mystik und Politik – eine zentrale Grundlage der verbandlichen Spiritualität der KLJB.
 
Vorbild der KLJB Bayern:
 
Die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ ist seit 2002 Vorbild für die KLJB Bayern. Die Mitglieder dieser Gruppe leisten während des Dritten Reiches Widerstand gegen das NS-Regime, besonders in Form von Flugblättern. Folgendes Zitat aus dem dritten Flugblatt gibt ein gutes Bild davon, welche Werte für die Weiße Rose wichtig sind: „Jeder einzelne Mensch hat einen Anspruch auf einen brauchbaren und gerechten Staat, der die Freiheit des einzelnen als auch das Wohl der Gesamtheit sichert. Denn der Mensch soll nach Gottes Willen frei und unabhängig im Zusammenleben und Zusammenwirken der staatlichen Gemeinschaft sein natürliches Ziel, sein irdisches Glück und Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit zu erreichen suchen.“
Es sind junge, naturverbundene und tief gläubige Menschen, die für diese Werte kämpfen. Die bekanntesten Mitglieder sind wohl die Geschwister Hans und Sophie Scholl, die für diesen Kampf ihr Leben riskieren und zusammen mit Christoph Probst am 22.02.1943 Zum Tode verurteilt und umgebracht werden. In der Folgezeit werden weitere Personen der Weißen Rose verhaftet und hingerichtet.
Für die KLJB Bayern ist die Gruppe der Weißen Rose aufgrund ihrer Zivilcourage, ihres Glaubens und ihres Teamgeistes ein Vorbild. Daher wurde sie auch auf der Landesversammlung 2002 offiziell als Vorbild in die Satzung aufgenommen.
 
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